Lehre
Die neue Approbationsordnung für Ärzte (ab 01.10.2003) fordert in der curricularen studentischen Lehre eine stärkere Vernetzung der einzelnen medizinischen Fachgebiete. Die Nuklearmedizin gehört dem sogenannten Querschnittsbereich an und ist in fächerübergreifende Veranstaltungen/ Veranstaltungsblöcke integriert.
Im ersten klinischen Studienjahr werden zunächst die Grundlagen im Strahlenschutz und in der Bildgebung (z.B. Untersuchungsarten, Schnittbildverfahren, Bildverarbeitung, Bildfusion,…) gelegt. Hier wird eine systematische Lehrveranstaltung der strahlenmedizinischen Fächer als gemeinsames Blockpraktikum Radiologie-Nuklearmedizin-Strahlentheapie durchgeführt.
Zweites und drittes Studienjahr sind von den klinischen Fächern geprägt. Für das Querschnittsfach Nuklearmedizin bietet sich hier die große Chance, die Inhalte im krankheits- und organbezogenen Kontext zu platzieren. Hier werden interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und einzelne Lehrveranstaltungen in krankheitsbezogenen Themenblöcken angeboten, in denen krankheitsbezogene Diagnostik, Befunde und Therapien Unterrichtsgegenstand sind. Da die systematischen Grundlagen bereits gelegt sind, werden diese Veranstaltungen z.T. in Form des „problemorientiertes Lernens“ (POL) durchgeführt. Es nahmen bislang zehn Ärzte an einem mehrtägigen POL-Tutorentraining teil.
Darüberhinaus findet eine engeren Vernetzung mit der Vorklinik im optionalen Kurs „Anatomie und Bildgebung“ statt, der bei den Studierenden großen Zuspruch findet.
Mit dem VisualLab steht nun eine hochmoderne computerbasierte Lehrplattform zur Verfügung, mit deren Hilfe Studenten die moderne nuklearmedizinische Bildgebung interaktiv und zum großen Teil selbständig erfahren können. Das VisualLab wird zunehmend sowohl in der curricularen Lehre eingesetzt werden als auch Möglichkeiten im Wahlfachbereich und für die freiwillige Ausbildungsvertiefung bieten.