Schule für OrthoptistInnen
Orthoptistin, was ist das?
Mit Orthoptik bezeichnet man Einrichtungen an Universitäts-Augenkliniken, an Krankenhäusern, in Augenarztpraxen und in Sondereinrichtungen, in denen Orthoptistinnen/ Orthoptisten ( nachfolgend wird anstelle der Doppelbezeichnung die Berufsbezeichnung in der weiblichen Form verwendet; der Beruf steht Männern wie Frauen offen, wird jedoch derzeit nur von wenigen Männern ausgeübt ) in Zusammenarbeit mit Ärzten Bewegungsstörungen der Augen (z.B. Schielen mit und ohne Doppelbildern, Augenmuskellähmung), Augenzittern, Sehschwächen und die damit zusammenhängenden Sehbeeinträchtigungen untersuchen und behandeln.
An einigen Universitäts-Augenkliniken sind spezielle Abteilungen für die Schielbehandlung ( Strabologie, Neuroophthalmologie, Kinderophthalmologie ) und für die Lehre und Forschung auf diesem Gebiet eingerichtet. Manchen dieser Kliniken ist eine Ausbildungsstätte für Orthoptistinnen angegliedert.
Der Beruf der Orthoptistin ( dreijährige Ausbildung mit staatlicher Anerkennung ) gehört zur Gruppe der medizinischen Fachberufe im Gesundheitswesen.
Es ist die Aufgabe der Orthoptistin, bei der Verhütung ( Prävention ), der Erkennung ( Diagnose ) und der Behandlung ( Therapie ) von Schielerkrankungen ( Strabismus ), Sehschwächen ( Amblyopie ) und des Augenzitterns ( Nystagmus ) sowie deren Folgen mitzuwirken.
Für die verschiedenen Formen der Schielerkrankungen stehen der Orthoptistin unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten ( Orthoptik und Pleoptik ) zur Verfügung. Sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene, die an Schielen erkrankt sind, werden in der Orthoptik untersucht und behandelt.
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D15
Anfahrtsadresse: Domagkstraße 15
48149 Münster
