Aktuelle Informationen
Liebe Patientinnen und Patienten,
die Laparoskopie - auch bekannt als Knopflochchirurgie oder minimalinvasive Chirurgie - ist eine minimal-invasive Operationsmethode. Über 5 bis 10 Millimeter große Hautschnitte werden eine Kamera und Instrumente in das Operationsfeld eingebracht. Die Kamera überträgt das Bild vergrößert vom Operationsgebiet auf einen Bildschirm, so dass der Operateur und das gesamte Team ständig das OP-Feld kontrollieren können. Die ersten Geräte für Einblicke in die Körperhöhlen entwickelte der Mediziner Bozzini 1806. Von hier war es ein langer Weg über nunmehr fast 200 Jahre, bis die Geräte einen routinemäßigen Einsatz ermöglichten.
Wie funktioniert die Laparoskopie?
Notwendig ist eine Vollnarkose. Nach bis zu fünf kurzen Hautschnitten führen die Chirurgen kleine Instrumente in den Bauch oder das Becken der Patienten ein. Eine Kamera ermöglicht es den Chirurgen, das Operationsfeld mit fünf- bis zehnfacher Vergrößerung an einem Bildschirm zu überblicken. Eingriffe können direkt durch die Bauchhöhle oder nach Schaffung einer „künstlichen“ Höhle mit einem aufblasbaren Ballon, der das Bauchfell mit den dahinter befindlichen Darmanteilen verdrängt, durchgeführt werden. In der so geschaffenen ,,Höhle“ können die Chirurgen die Instrumente frei bewegen und somit unter optimalen Bedingungen operieren.
Eine Übersicht über laparoskopische Eingriffe in der Urologie am UKM bekommen Sie hier...
Laparoskopische (Retroperitoneoskopische) Nieren- und Nebenniereneingriffe
Laparoskopische diagnostische Lymphknotenentfernung vor Bestrahlung eines Prostatakarzinoms
Die Laparoskopie ist auch bei Kindern und Jugendlichen z.B. bei Hodenfehlanlagen (Bauchhoden) oder Krampfadern am Hoden (Varikozele) möglich. Informieren Sie sich hier.
